Interoperabilität

Wie Hersteller ihre DPP-Systeme zukunftssicher, integrierbar und datensouverän aufbauen

 transpareo.com

 Relevanz: Kernthema


Die Einführung eines Digitalen Produktpasses ist nicht nur eine regulatorische, sondern vor allem eine strategische IT-Entscheidung. Der DPP ist kein statisches Dokument, sondern ein lebender Datensatz – er muss mit Produktänderungen, neuen gesetzlichen Anforderungen und Partneranbindungen Schritt halten. Wie gut ein System diese Aufgabe erfüllt, hängt von vier Kernprinzipien ab: API-first-Architektur, flexibler Datenimport, vollständige Datensouveränität und granulares Zugriffsmanagement.

 

1. API-first & Single Source of Truth

Eine DPP-Plattform sollte konsequent API-first entwickelt sein: Alle Ausgabekanäle – Web-Frontend, QR-Code-Resolver, App, Behörden­interface, Händlerportal – beziehen ihre Daten ausschliesslich über die API. Es gibt damit nur eine einzige Datenquelle. Änderungen an einem Produkt wirken sofort und automatisch auf alle Kanäle gleichzeitig – keine manuelle Nachpflege, keine Inkonsistenzen. 

  • Einheitliche Datenlogik: Änderungen wirken sofort auf alle Kanäle (Web, QR-Code, App, Drittsysteme)

  • Versioniert: Bestehende Anbindungen (ERP, Händlerportal) bleiben bei API-Updates stabil – Planungssicherheit für IT-Abteilungen

  • Zukunftssicher: Neue DPP-Datenfelder durch künftige delegierte Verordnungen können inkrementell ergänzt werden, ohne bestehende Integrationen zu unterbrechen

 

 

Transpareo-API

Das Web-Frontend und alle externen Systeme beziehen Daten ausschliesslich über die Transpareo-API — keine Redundanzen, keine Inkonsistenzen. Planungssicherheit durch stabile, versionierte Schnittstellen.

 

2. Datenimport

In ERP-Systemen, PIM-Plattformen und Lieferantendatenbanken liegt bereits ein grosser Teil der DPP-relevanten Daten vor. Die Herausforderung ist nicht die Datenbeschaffung, sondern die Integration: bestehende Daten in ein strukturiertes, maschinenlesbares Format überführen. Eine leistungsfähige DPP-Plattform unterstützt alle gängigen Datenquellen und -formate:

 



XLS

XLSX · CSV · ODS

Direktimport aus Excel, Google Sheets oder tabellenbasierten Exporten. Typisch für Chargenprotokolle, Verpackungsdeklarationen, Zuliefererlisten.

 


{ }

JSON-Import

Für ERP- und PIM-Systeme (SAP, Salesforce, Akeneo u.a.), die strukturierte Daten exportieren. Ermöglicht automatische, regelmässige Synchronisation.

 


API

REST-API-Anbindung

Für Unternehmen mit eigenen IT-Ressourcen: direkte Echtzeit-Integration ohne manuelle Eingriffe. Ideal bei hoher SKU-Frequenz.

 

SUP

Lieferantenintegration

Rohstoff- und Verpackungslieferanten spielen Daten direkt ein — über standardisierte Importschnittstellen oder dedizierte Lieferantenportale.

 

3. Datenexport & Datensouveränität

Datensouveränität ist eine rechtliche Pflicht: Die ESPR schreibt in Art. 11 explizit vor, dass DPP-Daten auch bei Insolvenz des Dienstleisters zugänglich bleiben müssen. Darüber hinaus schützt vollständige Portabilität vor Vendor Lock-in und sichert die Audit-Fähigkeit gegenüber Behörden.

 

  • Vollständiger oder selektiver Export aller DPP-Daten — jederzeit, ohne Einschränkung
  • Formate: JSON, CSV sowie MySQL- und MongoDB-Export für Inhouse-Systeme
  • Anwendungsfälle: Compliance-Berichte, Audits, KI-Training, interne Analysen, Datenmigration
  • Providerwechsel: Alle Daten sind portierbar — kein Vendor Lock-in bei Kündigung oder Insolvenz

 

 

Datensouveränität als Grundprinzip

Alle in der Transpareo-Plattform gespeicherten Daten können jederzeit vollständig exportiert werden. Bei Kündigung oder Providerwechsel wird kein Datensatz zurückgehalten. Die Datenhoheit liegt beim Hersteller — nicht beim Plattformanbieter.

 

4. Sicherheit & Zugriffsmanagement

Der DPP enthält sensible Daten: vollständige Inhaltsstofflisten, Herstellungsstandorte, Testergebnisse. Die ESPR schreibt differenzierte Zugriffsebenen vor – öffentlich für Verbraucher, eingeschränkt für Händler und Behörden, privilegiert für Marktaufsicht. Ein robustes Zugriffsmanagement ist damit regulatorische Pflicht und Datenschutz in einem.

 

Öffentlich

Verbraucher (ohne Authentifizierung) INCI, Nachhaltigkeitswerte, Entsorgungshinweise

Eingeschränkt

Händler & Behörden (API-Key) Konformitätsnachweise, Lieferkettendaten

Privilegiert

Marktaufsicht (autorisiert) Vollständiger Sicherheitsbericht, alle Testdaten

 

  • Authentifizierung: Zugriff nur für autorisierte API-Consumer via Authorization-Header

  • Granularität: Verschiedene Nutzergruppen erhalten präzise abgestimmte Datensichten

  • Verwaltung: Zentrale Steuerung aller API-Consumer im Applikations-Manager — transparent, auditierbar, jederzeit anpassbar

 

Transpareo bietet mit der Transpareo-API nicht nur Zugriff auf DPP-Daten — sondern echte Datenhoheit, nahtlose Integration und nachhaltige Wertschöpfung.